»Überhaupt hat der Fortschritt das an sich, dass er viel größer ausschaut, als er wirklich ist.«

Ludwig Wittgenstein

Sebastian Tröger

Pathos Paradise

27. November 2013 bis 7. Februar 2014
Eröffnung: 26. November 2013, 20 Uhr

 

 

In seiner zweiten Einzelausstellung in der Galerie Rainer Wehr zeigt Sebastian Tröger Malereien, Objekte und Zeichnungen, die sich mit der utopischen Suche nach dem kontextlosen Meisterwerk befassen. Der Titel lässt schon erahnen, dass es, wie bei Tröger üblich, um den schmalen Grad zwischen sehnsuchtsvollem Zukunftsglauben und verklärtem Romantizismus geht. Dabei gehört die zelebriert pastose Ölwurst ebenso zum selbsterklärten Kanon, wie das vermeintlich dilettantische Scheitern. Die Arbeiten verlieren sich jedoch nicht in konzeptueller Leere, sondern lassen das eng geschnürte Korsett der Kunstgeschichte durch ironische Eingriffe und intelligente Querverweise fröhlich platzen. Die schwere post-post-moderne Last wird als ebenbürtiger Gegner gesehen und nicht als übermächtiger Feind. 


Alle lieben Malerei
Öl und Acryl auf Leinwand, 150cm x 185 cm, 2013

Das Dschungelbild
Öl und Acryl auf Leinwand, 180cm x 150 cm, 2013

Die Mutter Kunst
Öl und Acryl auf Leinwand, 300cm x 300cm, 2012

Die Neue Leipziger Schule feierst sich selbst und die Malerei von Gerhard Richter auf einem selbstgebauten Sockel

Die Witwe von Beuys
Öl und Acryl auf Leinwand, 30cm x 24cm, 2013

Kunststein Monument (bewachsen)
Öl und Acryl auf Leinwand, 180cm x 135cm, 2013

Rothko denkt nur an seine Bambuszucht und merkt gar nicht wie schön sein Küchenfenster von außen aussieht
70cm x 50cm

Selbst als dekonstruktivistisches Tropenholz mit Dekor und Pflanze
Öl und Acryl auf Leinwand, 180cm x 150cm, 2013